Auftaktveranstaltung zum Förderprogramm „Lebendige Zentren“
Die Gemeinde Roßdorf wurde bereits zum Jahreswechsel in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen – nun hat eine Delegation an der offiziellen Auftaktveranstaltung in Fulda teilgenommen. Dort standen neben „Lebendige Zentren“ auch die Programme „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Kommunen erhielten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Städtebauförderung, die Anforderungen an ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept sowie über die Schritte von der Antragstellung bis zum Zuwendungsbescheid. Gleichzeitig bot die Veranstaltung viel Raum, um die anderen neu aufgenommenen Förderstandorte kennenzulernen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Hessen auszutauschen. Die gastgebende Stadt Fulda berichtete offen aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Städtebauförderung und nutzte einen Stadtteilrundgang, um Fragen direkt vor Ort zu beantworten und praktische Hinweise weiterzugeben.
Insgesamt wurden 33 hessische Kommunen neu in die drei Programme aufgenommen. Im Programm „Lebendige Zentren“ gehören neben Roßdorf fünf weitere Kommunen zu den neuen Standorten. Ziel des Programms ist es, Ortskerne als lebendige, attraktive und identitätsstiftende Zentren zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu zählen unter anderem die Stärkung des lokalen Handels, die Aufwertung öffentlicher Räume, der Erhalt historischer Bausubstanz, Maßnahmen zur Barrierefreiheit sowie die Förderung von Kultur, Begegnung und Aufenthaltsqualität. Für Roßdorf bedeutet die Aufnahme in das Programm eine große Chance: Der Ortskern kann langfristig gestärkt, städtebauliche Potenziale können genutzt und gemeinsam mit der Bürgerschaft wichtige Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung gestellt werden.
Bürgermeister Norman Zimmermann zeigt sich optimistisch: „Wir haben in Fulda viele wichtige Einblicke erhalten, sodass wir nun an die direkte Umsetzung und die ersten Schritte gehen können. Es liegt viel Arbeit vor uns, aber wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die konstruktiven Gespräche und Planungen in dieser ersten Phase.“ Er hebt außerdem hervor, dass der ausgewählte Förderbereich, der weitgehend den Roßdörfer Ortskern umfasst, bereits 2024 als Quartier definiert wurde. „Dass wir uns mit dem Förderprogramm nun auf diesen Bereich fokussieren, heißt nicht, dass wir nicht auch an Gundernhausen denken. Ganz im Gegenteil: Hier sind wir bereits in der Konzeption, um uns für das hessische Dorfentwicklungsprogramm bewerben zu können, das dann ab 2027 aktuell wird.“
Mit dem Start in die Städtebauförderung beginnt für die Gemeinde Roßdorf ein mehrjähriger Entwicklungsprozess, in dem Verwaltung, Politik, Fachbüros, Gewerbetreibende und die Bürgerschaft eng zusammenarbeiten werden.









